Positiv geführte Teams steigern die Zufriedenheit der Mitglieder, binden Talente und arbeiten profitabler. Denn: Glückliche Mitarbeitende sind belastbarer und produktiver. So funktioniert positive Führung im Alltag, diese Rolle spielt dabei das PERMA-Modell. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.
Für den Erfolg eines Unternehmens sind nicht nur die Qualifikationen und Kompetenzen der Mitarbeitenden entscheidend, sondern in hohem Masse auch die Zufriedenheit innerhalb der Belegschaft. Führungskräfte spielen für die Zufriedenheit ihrer Teammitglieder eine entscheidende Rolle. Die Art und Weise, wie sie Mitarbeitende führen, ist für deren Glück, Motivation und Produktivität ausschlaggebend. Es gilt, die positiven Emotionen zu stärken. Die Methode der positiven Führung gewinnt daher zunehmend an Bedeutung.
Positive Leadership – zu Deutsch positive Führung – ist ein Modell der Mitarbeiterführung, das sich aus der Positiven Psychologie ableitet. Der Psychologe Kim Sterling Cameron hat den Begriff als Konzept Organisationskultur geprägt. Es stellt die positiven Emotionen, die Stärken und Kompetenzen von Individuen, Teams und Organisationen in den Vordergrund.
Ziel dieses Führungsstils ist es, die positiven Emotionen und Potenziale der Mitarbeitenden zu fördern. Auf diese Weise sollen die Motivation, Innovationskraft und Produktivität der Teams erhöht werden. Zugleich soll die gesamte Organisation durch den gestärkten Zusammenhalt auch resilienter gegen Herausforderungen werden.
Positive Führung wirkt sich einerseits organisational und andererseits individuell aus: Durch Stärkung der positiven Emotionen erhöhen sich die Leistungen im Unternehmen, die Qualität der Arbeit und die Kundenbindung steigen. Aber auch für die einzelnen Personen hat dieser Führungsstil einen hohen Effekt: Glückliche Mitarbeitende sind gesünder, lernen besser und führen gute Beziehungen zu anderen. Dies wiederum wirkt sich spürbar auf ihre Arbeit aus.
Eine wachsende Anzahl empirischer Forschungsarbeiten zeigt, dass positive Führungspraktiken Ergebnisse auf zwei Ebenen erzielen:
Ein zentrales Konzept der positiven Führung ist das PERMA-Modell von Martin Seligman. Es beschreibt fünf Säulen des Wohlbefindens:
Um das PERMA-Modell und den positiven Führungsstil im Arbeitsalltag umsetzen, stehen unterschiedliche Methoden zur Auswahl. Einige Beispiele, wie Sie als Führungskraft die positiven Emotionen und Stärken Ihrer Mitarbeitenden konkret fördern:
Studien belegen, dass glückliche Mitarbeitende produktiver sind: Die Gallup-Studie «State of the Global Workplace 2024» zeigt, dass motivierte Angestellte bis zu 800 Prozent mehr leisten als solche, die unzufrieden sind und über einen Jobwechsel nachdenken. Dies bedeutete für Unternehmen im Jahr 2023 Einbussen zwischen 132,6 Milliarden Euro und 167,2 Milliarden Euro.
Der Psychologe Dr. Markus Ebner hat zu den positiven Effekten des PERMA-Modells jahrelang geforscht und stellt seine Ergebnisse in den Büchern «Positive Leadership – Mit PERMA-Lead erfolgreich führen» und «Positive Leadership in der Praxis» dar (beide 2024 im Verlag facultas erschienen). Ihm zufolge korreliert die PERMA-Führung mit geringerer Stressbelastung und Burnout-Gefährdung innerhalb der Belegschaft. In Supermärkten ermittelte er einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem durchschnittlich pro Einkauf ausgegebenen Betrag und dem von den Mitarbeitenden bewerteten Führungsstil der Filialleitung.
Kommentar