Führungskräfte müssen Konflikte in ihren Teams rechtzeitig erkennen und lösen. Dies ist vor allem bei zunehmender Telearbeit schwierig. Deshalb braucht es ein Konfliktmanagement speziell für virtuelle Teams.
Meinungsverschiedenheiten und Konflikte gehören zum Arbeitsalltag. Viele davon sind auf individuelle Eigenheiten und Befindlichkeiten der Kollegen zurückzuführen. Selbst eingespielte Teams sind nicht immer einer Meinung – und das ist grundsätzlich nicht schlecht. Denn unterschiedliche Ideen und Sichtweisen bereichern den Diskurs und führen letztlich zu einem besseren Ergebnis. Vorausgesetzt, die Konflikte auf dem Weg dorthin können gelöst werden. Führungskräfte müssen daher das Konfliktmanagement im Team beherrschen, das in der modernen Arbeitswelt mit Telearbeit und hybriden Teams immer anspruchsvoller wird.
Konfliktmanagement umfasst alle Ansätze und Strategien zur friedlichen Beilegung von Konflikten. Ziel der Mediation ist es, dass alle Beteiligten gemeinsam eine Lösung finden und eine Eskalation vermieden wird. Dabei gilt:
Konfliktmanagement bedeutet jedoch nicht nur, bestehende Konflikte zu lösen, sondern auch Strategien für zukünftige Konflikte zu entwickeln. Vermeidbaren Konflikten soll vorgebeugt werden, für unvermeidbare Konflikte sollen proaktive Lösungen gefunden werden.
Insbesondere in räumlich entfernten oder hybriden Arbeitsgruppen wird das Konfliktmanagement zu einer Herausforderung, da die virtuelle Kommunikation über Textnachrichten und Videoanrufe ihre eigenen Hürden mit sich bringt. Gestik und Mimik, die sonst das Gesagte oder Geschriebene unterstützen, fehlen in der virtuellen Zusammenarbeit und führen leichter zu Missverständnissen.
Auch technische Einschränkungen stören die Harmonie bei der Telearbeit: Der eine ist noch stumm geschaltet, bei dem anderen funktioniert die Kamera nicht und die Verbindung bricht ständig ab. Bei der schriftlichen Kommunikation per E-Mail oder Chat kommt erschwerend hinzu, dass das Geschriebene im Ton oft schärfer wirkt als das Gesprochene. Konflikte sind vorprogrammiert.
Ausserdem ist es schwieriger, über E-Mail, Telefon oder Videokonferenzen Vertrauen aufzubauen. Denn Vertrauen basiert zu einem grossen Teil auf zwischenmenschlicher Interaktion, die bei Remote-Teams nur eingeschränkt möglich ist. Durch den eingeschränkten persönlichen Kontakt sind die Beziehungen weniger tief und stabil. Dies wirkt sich darauf aus, wie schnell Konflikte entstehen, wie viel Zeit und Mühe in ihre Lösung investiert wird und wie erfolgreich diese ist.
Um die besonderen Hürden der virtuellen Zusammenarbeit zu überwinden, ist es hilfreich, sich immer wieder die Unterschiede zwischen der Konfliktlösung in der physischen und der digitalen Welt bewusst zu machen. Mit diesen 5 Tipps gelingt eine effektive und harmonische Zusammenarbeit auf Distanz:
Weiterführendes Kursangebot: Konfliktmanagement |
Kommentar