Kurs
digicode: K8SD2O
Souveräne Cloud mit Kubernetes
Kurs-Facts
Als PDF herunterladen- Beurteilen der Grundlagen einer souveränen Cloud
- Abbilden typischer Cloud-Services auf Kubernetes
- Umsetzen von IaaS-, PaaS-, SaaS- und FaaS-Diensten mit Cloud-Native-Technologien
- Einsetzen von Kubernetes als gemeinsame API für Infrastruktur- und Plattformdienste
- Fachliches Beurteilen und gezieltes Ergänzen integrierter Kubernetes-Plattformen
- Erkennen und Reduzieren von Abhängigkeiten von proprietären Cloud-Services und Distributionen
- Auswählen geeigneter Open-Source- und Cloud-Native-Projekte (CNCF) für eine Cloud-Plattform
Public-Cloud-Anbieter und integrierte Kubernetes-Plattformen stellen heute viele Infrastruktur- und Plattformdienste komfortabel bereit. Gleichzeitig entstehen dadurch Abhängigkeiten von APIs, Betriebsmodellen und Technologien einzelner Anbieter.
Kubernetes bietet zusammen mit dem Cloud-Native-Ökosystem (CNCF) eine offene Grundlage, um diese Funktionen bewusst selbst zusammenzustellen. Statt Infrastruktur primär über GUIs zu konfigurieren, wird der gewünschte Zustand versioniert beschrieben und automatisiert umgesetzt. Über deklarative APIs, Custom Resource Definitions und Operatoren lassen sich Infrastruktur- und Plattformdienste nach einem einheitlichen Modell bereitstellen und verwalten.
Im Kurs betrachten und implementieren wir unter anderem:
- Infrastructure as a Service: virtuelle Maschinen mit KubeVirt
- Storage und Object Storage: persistenter Storage und S3-kompatibler Object Storage
- Database as a Service: CloudNativePG und Vitess
- Software as a Service und Identity: mandantenfähige Anwendungen und Keycloak
- Functions as a Service: Knative und CloudEvents
- Networking: Services, Ingress und Gateway API
- Security und Policies: cert-manager und Kyverno
- Container Registry: Harbor
- Observability: OpenTelemetry, Prometheus, Grafana und Jaeger
- Infrastructure und Platform APIs: CRDs, Operator Pattern und Crossplane
- Multi-Cluster und Cluster Lifecycle: Cluster API
Dabei steht nicht das einzelne Produkt im Vordergrund. Entscheidend ist, welche Funktion ein Dienst innerhalb einer Cloud-Plattform übernimmt, welche API verwendet wird und wie austauschbar seine Implementierung bleibt.
Kubernetes wird damit nicht nur zur Laufzeitumgebung für Container, sondern zur Control Plane einer Cloud-Plattform.
Cloud-Souveränität
Technische Souveränität bedeutet nicht, sämtliche Komponenten selbst entwickeln oder betreiben zu müssen. Auch OpenShift, SUSE oder andere integrierte Plattformen können Teil einer souveränen Architektur sein. Entscheidend ist, dass du verstehst, welche Funktionen die Plattform für dich übernimmt und wo Abhängigkeiten entstehen.
Du lernst deshalb zu beurteilen:
- Wo laufen Workloads und wo liegen Daten?
- Wer kontrolliert Identitäten, Zertifikate und Schlüssel?
- Welche APIs und Standards werden verwendet?
- Welche Plattformfunktionen sind austauschbar?
- Können Workloads und Dienste auf eine andere Distribution oder Infrastruktur verschoben werden?
- Welche Funktionen sollten selbst betrieben und welche besser als Managed Service bezogen werden?
Der Kurs vermittelt damit nicht nur den Aufbau einer Kubernetes-Plattform, sondern auch die Fähigkeit, fertige Plattformen fundiert zu bewerten, gezielt zu ergänzen und Anbieterabhängigkeiten bewusst zu gestalten.
Der interaktive Kurs kombiniert Theorie, Demonstrationen und Hands-on-Übungen.
Anhand eines durchgängigen Beispielprojekts bauen die Teilnehmenden verschiedene Dienste einer Kubernetes-basierten Cloud-Plattform auf und verbinden diese zu einer gemeinsamen Architektur. Dabei wird sichtbar, welche Aufgaben Kubernetes selbst übernimmt, welche Funktionen durch zusätzliche Cloud-Native-Komponenten entstehen und welche davon bei integrierten Plattformen bereits vorkonfiguriert sind.
Der Kurs richtet sich an Cloud- und Platform Engineers, DevOps Engineers, System Engineers, Systemadministrator/innen, Software- und Solution Architects sowie Infrastrukturverantwortliche.
Er eignet sich insbesondere für Personen, die Kubernetes-Plattformen nicht nur bedienen, sondern deren Architektur, Abhängigkeiten und Alternativen verstehen und bewerten möchten.
Grundkenntnisse von Kubernetes und Container-Technologien werden vorausgesetzt. Die Teilnehmenden sollten Ressourcen wie Pods, Deployments, Services und Persistent Volumes kennen und grundlegende Erfahrungen mit kubectl besitzen.
Der Fokus liegt auf offenen Standards, übertragbaren Architekturkonzepten und Open-Source-Technologien statt auf einer bestimmten Kubernetes-Distribution oder einem einzelnen Cloud-Anbieter.
Das vermittelte Wissen ist dadurch sowohl auf selbst aufgebauten Kubernetes-Plattformen als auch auf OpenShift, SUSE und anderen Distributionen sowie in Private-, Public-, Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen anwendbar.