Was ist gutes Grafikdesign? Anhand Ihrer eigenen Bilder, Grafiken und Illustrationen erklärt die erfahrene Multimedia-Designerin und Adobe-Trainerin Miriam Selmi Reed, auf welche 7 Grundelemente es dabei ankommt.
Jede Illustration oder Grafik beginnt mit dem kleinsten Gestaltungselement: dem Punkt. Mehrere Punkte ergeben eine Linie und daraus Flächen, die zu Kunst, Bildern und Grafiken kombiniert werden können. Die Kunst des Grafikdesigns besteht nun darin, die Linien und Flächen so zu kombinieren, dass sie die Aufmerksamkeit der Betrachtenden auf sich ziehen.
Die Grundsätze des Grafikdesigns sind Regeln, die Grafikdesignerinnen und Grafikdesignern helfen, Ihre Designs so zu gestalten, dass diese optimal mit der Zielgruppe interagieren.
Die offiziellen sieben Grundelemente des Grafikdesigns sind:
Bei der Wahl der Linien spielen die Dicke, die Richtung sowie die Lage eine grosse Rolle.
Bei der Form gibt es freie oder geometrische Formen, diese können in 2D oder 3D umgesetzt werden.
Die Farbe wird nun zusätzlich eingesetzt, um die gewünschte Stimmung oder Emotion zu verstärken. Wenn man die Wirkung der Farben auf den Menschen besser versteht, kann man diese Kenntnis bewusst beim Gestalten einsetzen.
Jetzt geht es in Richtung Farbenlehre:
Es gibt verschiedene Farbtheorien. Eine der wichtigsten Farbtheorien sind die sieben Farbkontraste von Johannes Itten, insbesondere der Komplementärkontrast. Komplementärfarben liegen im Farbkreis direkt gegenüber und wirken stark und lebendig. Das beste Beispiel für einen Komplementärkontrast ist Rot und Grün.
Lesetipps:
Eine gut gewählte Struktur oder Textur kann das gewünschte Gefühl oder die Stimmung zusätzlich unterstützen. Da wir hauptsächlich digitale Designs erstellen, müssen wir Texturen wie rau, pelzig, glatt und weich simulieren.
Mit einer passenden Schrift kann man nun dem Design noch den letzten Schliff geben und die Stimmung des Designs beeinflussen. Dabei spielt natürlich auch die Stärke der Buchstaben eine Rolle.
Auch der Raum und der Abstand zwischen den Objekten spielt eine zentrale Rolle. Weissraum wird oft unterschätzt, kann aber einem Objekt die Chance geben, visuell stärker zu wirken. Ohne genügend Weissraum wirkt das Design überladen und beeinträchtigt die Verständlichkeit.
Nun kommt das passende Bild, das Foto oder die Illustration.
Bilder sind vermutlich die wirkungsvollsten Tools der Kommunikation. Wir brauchen Bilder, um das Interesse der Zielgruppe zu wecken. Wichtig ist, dass das Bild die richtige Geschichte erzählt und den Text inhaltlich korrekt unterstützt.
Bewegte Bilder wirken dabei stärker als statische. Diese können aber nur in digitalen Medien eingesetzt werden.
Das Wichtigste an einem guten Grafikdesign ist einfach, dass man mit Farben, Bildern und Texten etwas Einzigartiges ausdrückt und sich von der Masse abhebt. In vielen Fällen gilt dabei: weniger ist mehr.
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